WindMusicLab
Musik, Wissenschaft und Gemeinschaft: ein Projektorchester verbindet sinfonische Blasmusik mit aktueller Forschung aus der Musikinformatik.
WindMusicLab verbindet Amateurmusik, Wissenschaft und regionale Kulturarbeit. In einem eigens zusammengestellten Projektorchester kamen rund 30 Musikerinnen und Musiker aus dem Kreis Höxter zusammen, um unter der Leitung von Björn Zimmermann ein anspruchsvolles Programm mit Werken von Gustav Holst, Kenneth J. Alford, Ralph Vaughan Williams, Edward Elgar und Percy Aldridge Grainger zu erarbeiten.
Das Projekt entstand an der Schnittstelle von zwei Welten, die in meinem eigenen Arbeiten eng verbunden sind: sinfonische Blasmusik und Music Information Retrieval. Während der Proben wurden Mehrspuraufnahmen und Videomaterial erstellt; Wissenschaftler der AudioLabs Erlangen richteten dafür vor Ort ein Projektstudio ein. So wurde das Orchester nicht nur zu einem musikalischen Klangkörper, sondern auch zu einem Ausgangspunkt für Forschung an realer, lebendiger Blasorchestermusik.
Den öffentlichen Höhepunkt bildete ein Matineekonzert im Mauergarten des Botanischen Gartens Höxter. Neben dem Konzertprogramm gab Prof. Dr. Meinard Müller einen Einblick in aktuelle Fragestellungen der Musikinformatik. Im Anschluss konnten Besucherinnen und Besucher in einer kleinen Ausstellung interaktiv erfahren, wie Computer Musik analysieren, verstehen und durchsuchen können.
Meine Rolle lag in der Projektleitung: von der Idee und Konzeption über die organisatorische Umsetzung bis zur Verbindung der beteiligten Partner aus Hochschule, Forschung, Amateurmusik und lokaler Kulturszene. Beim Konzert führte ich durch das Programm und stellte die Brücke zwischen musikalischer Praxis und wissenschaftlichem Hintergrund her.
Zeitraum: 05/2026-07/2026
Förderung: Landesmusikrat NRW und Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Projektverlauf
Probenphasen
Rund 30 Musikerinnen und Musiker haben an vier Probentagen ein anspruchsvolles Programm erarbeitet. Das Besondere: Alle Proben und Konzerte wurden mitgeschnitten und sind in Zukunft Ausgangspunkt weiterer Forschung im Bereich des Music Information Retrieval.
Aufnahmen
In einem separten Raum wurde ein Projektstudio eingerichtet. Dadurch war es möglich während das Orchester spielt die Aufnahmen zu diskutieren, ohne dabei die eigentlich Aufnahme zu stören.
Konzert
Das Matinéekonzert im Atrium des Mauergartens war der öffentliche Höhepunkt des Projekts. Stefan Balke führte mit historischen Hintergründen und Anekdoten durch die Werke. Grußworte von Prof. Dr. Klaus Maas von der TH OWL und Bürgermeister Daniel Hartmann eröffneten die Veranstaltung.
Konzert
Unter der Leitung von Björn Zimmermann präsentierte das Projektorchester das britische Programm, u.a. von Gustav Holst, Kenneth J. Alford, oder Ralph Vaughan Williams.
Wissenschaftlicher Vortrag
Prof. Dr. Meinard Müller von den International Audio Laboratories Erlangen zeigte in einem unterhaltsamen Vortrag unter Einbeziehung des Orchesters anschaulich, wie Musikinformatik und KI zur Analyse und zum Verständnis von Musik eingesetzt werden können.
Konzert
Rund 150 Besucher*innen sind der Konzerteinladung gefolgt. Das Wetter und die Örtlichkeiten luden dazu ein entweder im Atrium Platz zu nehmen oder unter einem schattenspenden Baum dem Konzert zu lauschen.
Ausstellung
Im Anschluss wurde der Mauergarten zum Ausstellungs- und Begegnungsort. Zu den präsentierten Beiträgen gehörte eine interaktive Spektrogramm- und Klangstation, bei denen die Besucher*innen die Spektren verschiedener Instrumente (z.B. Flöte, Trommel, oder Tamtam) erkunden konnten. Ein Orgel-Arpeggiator von Axel Berndt sowie Forschungsbeiträge aus dem Bereich Umwelt rundeten die Ausstellung ab.
Konzertausklang
Der Ausklang des Konzerttages erfolge im Botanischen Garten. Der Mauergarten und das schöne Wetter schufen die idealen Rahmenbedingungen für Gespräche zwischen Publikum, Forschenden und Musikerinnen und Musikern.
Konzertprogramm
- Kenneth J. Alford: H.M. Jollies
- Grußworte der Hochschule und des Bürgermeisters der Stadt Höxter
- Gustav Holst: First Suite in Eb (Op. 28, No. 1)
- Prof. Dr. Meinard Müller: Vortrag zur Musikinformatik
- Gustav Holst: Second Suite in F (Op. 28, No. 2)
- Ralph Vaughan Williams: Sea Songs
- Edward Elgar (Arr. Jay Bocook): Nimrod aus den “Enigma Variationen”
- (Zugabe) Percy Aldrige Grainger: Molly on the Shore
Presseschau
- Ein Matineekonzert im Botanischen Garten am 12. Juli, das Musik und Wissenschaft miteinander verbindet, Höxter-News, 12.06.2026
- Neues Forschungsprojekt in der Region: WindMusicLab verbindet Blasmusik, Forschung und Bildung im Kreis Höxter, Höxter-News, 12.06.2026
- Musik, Bildung und Wissenschaft, Oberweser Wochenzeitung (OWZ), 16.06.2026
- Konzertbericht, Stefan Balke, 18.07.2026
- WindMusicLab begeistert rund 150 Besucher: Musik und Wissenschaft treffen sich im Botanischen Garten Höxter, Höxter-News, 19.07.2026
- WindMusicLab begeistert rund 150 Besucher: Musik und Wissenschaft treffen sich im Botanischen Garten Höxter, Oberweser Wochenzeitung, 20.07.2026
Weitere Informationen
- Adresse: Botanischer Garten Höxter, An der Wilhelmshöhe 44, 37671 Höxter
- Skizze der Konzertmoderation (nur als Vorlage, wurde so nicht 1:1 gehalten)
- Skizze des wissenschaftlichen Vortrags: Mit den Ohren eines Computers: Wie Computer Musik analysieren, verstehen und durchsuchen (nur als Vorlage, wurde so nicht 1:1 gehalten)
- Konzertwebsite
- Dirigent: Björn Zimmermann
- Referent: Prof. Dr. Meinard Müller
- Foto- und Videograph: Michael Fromme
Danksagung
Das Projekt “WindMusicLab” wurde gefördert vom Landesmusikrat.NRW und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein besonderer Dank für die Projektunterstützung gilt Nicole Krois, Vlora Arifi-Müller, Manuel Peters, Simon Schwär und Hans-Ulrich Berendes, den lokalen Unterstützer*innen der TH OWL am Standort Höxter: Klaus Maas, Nicole Koch, Armin Ulrich, und Rolf Becker, sowie dem Sound Lab Team der Fraunhofer IIS. Die International Audio Laboratories Erlangen sind eine Gemeinschaftseinrichtung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS.